# 4 Wasserversorgung bzw. Tiny House unter Druck

Wir duschen, kochen und spülen in unserem Tiny House wie ihr auch; mit fliessendem Wasser. So selbstverständlich ist das aber nicht. Bereits in der Planungsphase mussten wir uns über die Möglichkeiten der Wasserversorgung in unserem Öki informieren. Auf dem Dach einen Wassertank aufzustellen und dann mittels Schwerkraft das Wasser an die Zapfstellen zu leiten war auch mal ein Gedanke, wurde dann aber wieder verworfen.

Das "Herz" unseres Wassersystems bildet eine Druckwasserpumpe aus dem Nautikbereich. Diese Pumpe sorgt dafür, dass......

Damit das Wasser mit Druck aus jedem Hahn läuft: Druckwasserpumpe "Vetus" :-)
Damit das Wasser mit Druck aus jedem Hahn läuft: Druckwasserpumpe "Vetus" :-)

Diese Pumpe sorgt dafür, dass......

das Wasser mit genügend Druck an den einzelnen Entnahmestellen ankommt. Aber zuerst mal von vorne:

Unser Haus auf Rädern vefügt über einen Wassertank mit 400 Liter Fassungsvermögen. Über einen Tankstutzen an der Aussenhülle kann der Tank z.B. mit einem Gartenschlauch befüllt werden. Mit einem Vorfilter werden während des Füllvorgangs schon die gröbsten Verunreinigungen gefiltert.

Vom Wassertank gehts direkt zur Druckwasserpumpe, welche den nötigen Systemdruck erzeugt um das Wasser durch weitere Filter und Verteiler an die Entnahmestellen weiterzuleiten. Eine Leitung führt zum Kombi-Speicher, welcher aus kaltem Wasser im Durchlauferhitzer-Prinzip heisses Wasser macht. Das ganze ist/war dann aber doch nicht ganz so einfach: Es brauchte noch einiges an Ventilen, Entlüftungen, Mischern usw. an den richtigen Stellen damit das ganze System betrieben und - wenn nötig - auch gewartet werden kann. Nebst Küchenspüle, Bad-Becken und Dusche musste auch noch der wasserführende Kamin ans Wasser angeschlossen werden. So kamen dann doch einige Meter Leitungsrohr zusammen.

Nachdem das Wasser seinen Dienst getan hat, muss es ja auch noch irgendwie entsorgt werden; Das Ab- bzw. Grauwasser wird in den Tank unter dem Badezimmerboden geleitet, welcher mit einer Abwasserleitung nach draussen an einer Entsorgungsstation oder direkt an die Kanalisation angeschlossen werden kann. Das Abwasser der Küche muss noch einen kleinen Umweg machen, weil das Küchenbecken "tiefer" als der Abwassertank liegt, was auch durch Verschieben, Ändern und Umplanen nicht zu verhindern war. Deshalb fliesst das Küchenabwasser nun in einen kleinen Kanister und wird von dort mit einer Tauchpumpe hoch in den grossen Abwassertank gepumpt. Die Pumpe wird mittels Schwimmer geschaltet und leistet einen guten Dienst.

Im Verlauf der folgenden Woche soll endlich noch ein Geschirrspüler eingebaut werden. Bis jetzt mussten wir immer von Hand spülen und haben dadurch einiges an Wasser und vorallem kostbarer Lebenszeit verschwendet !

Für den Moment sind wir mit unserer Wasserversorgung zufrieden. In Zukunft möchten wir aber auch noch das Regenwasser sammeln, aufbereiten und nutzen. Zusätzlich könnte man auch noch das Abwasser auf natürliche Art reinigen, um es dann einfach versickern zu lassen. Vielleicht werden wir ja in Zukunft nicht mehr auf einem Camping - mit Kanalisationsanschluss - stehen und sind dann auf eine saubere Alternative angewiesen.

Step by Step......

Nun ist also auch noch eine Übersicht über die Wasserversorgung entstanden. Details zu Pumpe, Tanks, Leitungen, Ventilen, Filtern und weiterem Zubehör werden nach und nach in den weiteren Beiträgen folgen!

 

Im nächsten Beitrag werde ich einen ersten Blick auf die Stromversorgung in unserem Tiny House werfen. Puhhh - wenn ich da an den Bau zurück denke.......

 

Bis dann

Marlies

 

 

 

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