# 6 Nach sorgfältiger Planung eines nicht vergessen: Anfangen zu bauen!

Im Herbst 2014 ist unser Traum vom Tiny House geboren. Nach mehreren Tagen Internet-Recherche hatten wir etliche Videos, Blogs und Foreneinträge duchwühlt und waren voller Begeisterung. Am liebsten hätten wir gleich einen alten Zirkuswagen gekauft, um endlich loslegen zu können und was Handwerkliches zu machen statt immer nur im WWW spätestens nach 5 Minuten konkreter Suche wieder bei den (nicht wirklich weiterhelfenden aber) interessanten YouTube-Filmen zu landen! Die damalige Lebens- und Arbeitssituation verlangte von uns noch etwas Geduld bis.......

Mit Hilfe von QCAD habe ich die 2D Zeichnungen erstellt.
Mit Hilfe von QCAD habe ich die 2D Zeichnungen erstellt.

....noch etwas Geduld bis es mit dem "richtigen" Hausbau losgehen konnte. Erst auf Juli 2015 konnten wir unsere Lebenumstände so anpassen, um am eigenen Tiny House zu bauen. Schnell war klar, dass der Bau nicht nebenbei nach Feierabend und während der Freizeit erfolgen soll, sondern für "eine gewisse Zeit" 100% Aufmerksamkeit erhält. Dank unserem bisherigen Lebensstil und weiteren Faktoren konnten wir uns diesen finanziellen Verdienstausfall glücklicherweise leisten.

Somit blieben noch einige Monate Zeit, so viele Fragen wie möglich zu klären und mit den Resultaten eine möglichst gute Bauanleitung zu verfassen, welche den zukünftigen Bau erleichtern sollte.. Es war also auch an der Zeit, Entscheidungen zu fällen um weiterzukommen.

Aus dem ursprünglich gedachten Wohnmobil/Wohnbus wurde ein Anhänger, also ohne eigenen Antrieb. Von einem "normalen" 3,5-Tonnen Anhänger wurde sehr schnell auf 6 Tonnen gewechselt, um die gewünschte Technik und Einrichtung einbauen zu können. Heute wissen wir: Es sind 10 statt 6 Tonnen geworden; das zulässige Gesamtgewicht des Fahrgestells von 10 t als Reserve hat sich gelohnt.

Irgenwann war es an der Zeit den Öki mit Hilfe von Computer-Programmen zu zeichnen/skizzieren/modellieren/wasauchimmer. Weil mich Sketchup nach kurzem Testen nicht überzeugt hatte - vielleicht liegts auch am Mac - bin ich dann umgestiegen auf SweetHome3d und war damit vollends zufrieden. Zur Ergänzung im 2D-Bereich hab ich mir noch mit dem Programm QCAD weitergeholfen, um einzelne Sachen wie Schnitte, Grundrisse und Dachaufsicht zu planen. Neben den beiden erwähnten Zeichnungsprogrammen sind auch immer mehr und mehr Tabellen entstanden, um Sachen wie Gewicht, Kosten, Stromverbrauch, Kabellängen, Isolationsflächen, Fensterflächen, Baumaterialien usw. möglichst übersichtlich einplanen zu können.

Dank Neugier/Wissensdurst an allerlei technischen Sachen und dem nötigen Ehrgeiz ist so nach und nach ein Bauplan für den Öki entstanden. Rückblickend finde ich es wichtig, dass man irgendwann konkreter wird, weil man sonst stecken bleibt. Im Internet findet man zu jedem Bauschritt/Baustoff etliche Befürworter aber auch Gegner und so kann man sich sehr schnell in Details verlieren oder vom Thema abschweifen. Ich traf also Punkt für Punkt Entscheidungen und versuchte dann, das jeweilige Thema nicht länger zu beachten, auch wenn von irgendwo her wieder ein "neuer" Hinweis auftauchte.

Aus dem "Hofffentlich gehts bald los mit dem Bau"  wurde schon bald ein "Krass - der Bau soll bald starten und ich muss noch dieses und jenes abklären" und so kam es dann, dass der Bau der Aussenhülle bereits bei einem Wagenbauer angefangen hatte, während ich noch weiter an meiner Bauanleitung schrieb :-) Details dazu werden aber erst in Zukunft niedergeschrieben......

 

Da ich im Öki nun weder zu kalt habe noch im Dunkel sitze , kann ich wohl von einer erfolgreichen Planung ( und Ausführung ) sprechen bzw. eben schreiben - Juhuu :-)

 

Bis dann

 

Marlies

 

 

 

 

 

 

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