# 12  Unser Ur_in_stinkt nicht; Komposttrenntoilette sei Dank....

Es ist schon vorgekommen, dass ich auf "fremden" Klos einfach vergessen habe zu spülen, was ich dann von meinem nicht so erfreuten Nachfolger erfahren musste. :-) Nach ca. 10 Monaten Leben im Öki ist das Benutzen unserer wasserlosen Trenntoilette ( TC ) schon so alltäglich, dass eine herkömliche Toilette (WC) schon fast irgendwie komisch ist. Wenn Besucher unsere Toilette benutzen (müssen) , kommt meistens eine kleine Unsicherheit auf: "Ohne spülen? Wirklich? Mhhhh...... und wohin mit dem Papier?"

Das Papier kann man einfach fallen lassen , so wie....

....einfach fallen lassen, so wie bei anderen Toiletten auch. Natürlich ist die Nutzung am Anfang etwas ungewöhnlich und es ist auch etwas mehr Arbeit nötig als es die meisten gewohnt sind. Die Toilette TRENNT flüssige und feste Ausscheidungen ganz simpel mit einer "Trennwand" mittig der Klobrille. Das bedingt, dass sich JedeR für jedes Geschäft hinsetzen muss. Bei uns wird der Urin in den Grauwassertank geleitet und somit mit Wasser verdünnt. Dieses Gemisch lässt sich z.B. als Pflanzendünger verwenden. Die festen Ausscheidungen werden in einem Behälter gesammelt, welcher circa einmal im Monat ausgewechselt werden muss. " iiihhh....ein Eimer voll Scheisse...."

Es ist vielleicht wirklich nicht jedermanns Sache, aber auch kein Horror. Weil flüssig und fest getrennt wird, kommt es zu keiner Geruchsbildung; zusätzlich sorgt ein Lüfter dafür, dass die Luft vom Klo abgesaugt wird. Beim Wechseln des Behälters kann man mit ein paar Blättern Klopapier allfällige Rückstände bedecken und dann einfach den Deckel auf den Sammelbehälter aufsetzen. Ein bisschen frische Erde, ein kleines Luftloch und circa drei Monate später hat sich der Inhalt schon ziemlich zersetzt und kann wie andere biologische Abfälle kompostiert werden. Mit insgesamt vier Sammelbehältern, den passenden kompostierbaren Beuteln und etwas Zeitaufwand lassen sich die menschlichen Ausscheidungen

im Garten wiederverwenden.

Leider ist es noch "normal", dass Fäkalien und Urin mit sauberem Trinkwasser weggespült werden und das kostbare Wasser später in der Kläranlage mit hohem Energieaufwand aufgearbeitet werden muss. Eine wasserlose Trenntoilette lässt sich mit wenig Aufwand betreiben und hilft dabei, die Natur und ihre kostbaren Schätze besser zu schützen.

Wir sind mit unserer Separett Villa vollends zufrieden und betrachten das "NICHT-Spülen" als ganz normal :-)

Im Web gibt es viele Videos und Infos zu den Trenntoiletten.

 

Ich wünsche stets gute Geschäfte!

Bis dann

 

Marlies

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Kommentare: 1
  • #1

    Jeany & Jürgen (Freitag, 24 März 2017 17:23)

    Hoi ihr 4 Liebä :)

    Ganz ä tolli Sach :) Mir freued eus wenn ihr eus denn erchläred wie mer so öppis chan installiere :) & schön & interessant gschribä!


    Bis bald :)

    Herzlich

    Fam. Pöltl