#20 Lebenszeichen :-)

Herzlich Willkommen zu unserem alljährlichen Blogbeitrag !:-) Nein, das war natürlich nicht der ursprüngliche Plan, aber ich hatte einfach keine Motivation zum Schreiben und so vergingen Tage, Wochen und Monate an denen es immer was "Wichtigeres" zu erledigen gab als zu Schreiben. Nun sind wir schon über ein Jahr in Tschappina und da gibt's natürlich  ein paar Sachen zu erzählen. Doch auch der Blick in die Zukunft sieht alles andere als "0815" aus. Dazu aber später mehr...

Zum Bild: Der Winter steht vor der Tür und bestimmt werden schon bald wieder solche Bilder, wie letzten Winter, aufgenommen. Zuerst geniessen wir aber noch den goldenen Herbst :-).

 

Nun musste ich selbst mal kurz den letzten Beitrag lesen um zu wissen, wo ich den nun ansetzen muss. Ganz kurz: Suche nach neuem Platz, erfolgreicher Umzug & Einleben in Tschappina!

Nun stehen wir also seit gut einem Jahr auf dem Grundstück einer befreundeten Familie. Natürlich in der Bauzone! Und schon von Anfang an wussten wir: Sobald das (noch leerstehende) Haus renoviert wird, müssen wir mit unserem Tiny House wieder weg. Weil der Umzug ziemlich spontan war, gab es von der Gemeinde erstmal eine sechsmonatige Bewilligung als Fahrnisbaute. Damit verschaffte man sich Zeit um abzuklären, wie die Voraussetzungen für eine unbefristete Bewilligung aussehen. Daraus resultierte dann im Frühling eine "vereinfachte Baueingabe", z.B. ohne Bauprofile - weil das Haus ja schon da war :-). Um die Auflagen zu erfüllen mussten wir unseren Öki nochmals ca. vier Meter versetzen, das Fahrgestell "einkleiden" und dann gab es nach der Abnahme die unbefristete Bewilligung! Juhuuu. Natürlich ist da aber noch die Abmachung mit dem Eigentümer: Das leerstehende Haus auf dem Grundstück wird bald wiederbelebt und dann müssen wir weg! Trotz Bewilligung, thats life :-). Vielleicht genissen wir diesen schönen Ort so noch ein bisschen bewusster!?

 

Im August hatte Moni ihren neuen Job in einem Schulinternat angefangen und ich durfte während der 3 Arbeitstage auf Romy & Barni & Öki aufpassen. Ab und zu gab es für Moni auch pünktlich zur Heimkehr lecker Essen. Da ist aber wohl noch Luft nach oben. Wir haben uns gut in Tschappina eingelebt, nette Leute kennen gelernt und bei den alltäglichen Hundespaziergängen schöne Orte entdeckt. Als wir noch auf dem Campingplatz waren, gab es viel mehr Kontakte und Spontanbesuche von Campingtouristen. Nun ist alles ruhiger, wir leben nicht mitten im Durchgangsverkehr und so starrt uns auch niemand mehr durch die Fenster! Damit sich jeder Einwohner sein eigenes Bild machen kann, haben wir Ende Januar einen "Tag der offenen Tiny House Tür" veranstaltet. Glühwein, Punch, Schlangenbrot vom Grill und natürlich Reinschauen in unser Tiny House. Das war ein gelungener Anlass und sicherlich nicht schlecht, wenn man mit einer "speziellen Wohnform" in ein kleines Dorf zieht :-).

 

Nun ein (Technik)-Interview mit mir selbst:

- Wie macht ihr das mit dem Strom?

+ Wir dürfen für die kalten & kurzen Wintertage den Netzstrom vom leerstehenden Haus nutzen. Dafür genügt eine normale 220 Steckdose und wir können unsere Akkus bei Bedarf aufladen. Ansonsten versuchen wir natürlich möglichst viel über unsere Solaranlage abzudecken. Vielleicht wird diese in Zukunft auch nochmals etwas wachsen.

 

- Und woher das Wasser?

+ Auch das Wasser kommt vom Haus nebenan. Und zwar direkt von der eigenen Quelle :-). Je nach Gebrauch muss ich nun alle 10 Tage mittels Schlauch unseren 400 Liter Tank auffüllen. Auch im Winter bei -10 Grad! Einfach ein paar Massnahmen gegen Frost nicht vergessen.

 

- Und das Abwasser?

+ Dank unserer Trennkomposttoilette ist das ja nur Grauwasser ohne feste Stoffe. Dieses wird im Abwassertank gesammelt und kann auch via Haus nebenan in die Kanalisation geleitet werden. In diesem Bereich möchte ich in Zukunft aber gerne eine Minikläranlage ausprobieren.

 

- Und wo steht eure Waschmaschine?

+ Damals auf dem Campingplatz konnten wir die WM vom Camping benutzen und auch in Tschappina können wir die Waschmaschine, welche nebenan im Haus steht, benutzen. Ansonsten hätten wir wohl einfach eine kleine Hütte auf die Deichsel gebaut und darin ein Waschmaschine "versteckt". Frost? Ja, da müssen wir auch jetzt schon aufpassen und in den kalten Monaten immer alles schön entleeren und sichern, denn das Haus ist ja nicht bewohnt und deshalb herrschen da Aussentemperaturen.... Alles machbar!

 

- Platz genug?

+ "Genug" ist Definitionssache. Auf dem Camping hatten wir ganz viel Sachen im/am/unterm Öki verstaut. Hier haben wir noch den Luxus, dass wir einen ehemaligen Stallanbau als Stauraum nutzen dürfen. Da steht Werkzeug, Autoreifen, Schlitten, Fahrräder, Grill und so weiter.

 

Wir haben uns also in Tschappina wunderbar eingelebt und schon bald wussten wir: In neun Monaten gibt es eine neue Familienkonstellation.  Und tatsächlich sind die neun Monate nun schon rum und unsere zweite Tochter Marlen hat am 30.9.2019 das Licht der Welt erblicken dürfen! Nach den ersten zwei Wochen sind wir schon ein richtig gut eingespieltes Team und geniessen Tag für Tag. Wir haben bereits neuen Platz "generiert", indem wir für Romy ein neues Kinderbett eingebaut haben. Alle haben also die Möglichkeit, in ihrem Bettchen zu schlafen - möge sie hoffentlich genutzt werden!!

 

Ansonsten gibts natürlich auch im kleinen Eigenheim immer was zu tun: Im Bad eine neue Ablage, neue Wandtafelfarbe an einige Wände damit Romys Kunstader nicht zu kurz kommt, Kühlschrankgriff mal neu kleben und viele weitere Kleinigkeiten, welche sich auch mal als "Grossigkeiten" entpuppen....alles machbar!

 

Und werden wir denn nun endlich "vernünftig" und ziehen in eine normale Wohnung bzw. in ein Haus? Nein - ABER : Wir möchten nächsten Sommer gerne anbauen. Momentan sind wir noch in der Planungsphase für einen zweiten Raum; ein mobiles kleineres Zimmer, welches neben unserem Öki aufgestellt und damit verbunden werden kann. Also dann ungefähr von aktuell 16qm Grundfläche auf ca. 25qm. Die Detailplanung steht aber noch aus. Dazu kommt ja auch noch die Frage, wo wir in einigen Monaten unser Zuhause einrichten werden. Wir wussten von Anfang an, dass wir nicht für immer hier bleiben können und nun wird es bald Zeit weiter zu ziehen...

 

Nun ist es fast vollbracht und ein neuer Artikel ist endlich geschrieben. Das braucht halt dann doch immer seine Zeit und Lust, bestenfalls im gleichen Moment. Seit 1,5 Jahren gibt es ja nun den Verein Kleinwohnformen, welcher von mir als Vorstandsmitglied zusätzlich einiges an Energie benötigt und somit mehr den Vereinsmitgliedern/Interessenten hilft anstatt unserer kleinen Homepage. Als vor einigen Wochen die Rechnung für die Homepagegebühren kam, haben wir uns sogar kurz überlegt, ob wir wirklich noch einmal ein Jahr bezahlen oder es einfach sein lassen....

Ein Blick auf die Besucherstatistik hat uns aber dann gezeigt, dass trotz Funkstille einige Besucher durch die Seiten "blättern" und deshalb das Aus irgendwie schade wäre. Dann doch besser mal wieder ein paar Stunden Zeit nehmen bzw. geben und schreiben,schreiben, schreiben. Als Experiment/Alternative/oderwasauchimmer haben wir vor einigen Wochen mal auf Instagram angefangen. Da gibts dann regelmässiger ein paar Bilder zum Familienleben im Tiny House. Und die Texte sind nur gaaanz kurz. Wir haben sogar schon 50 Abonennten, wie auf dem Foto unten zu sehen ist.

 

So, bevor nun wieder ein paar Tage vergehen ohne Veröffentlichen, komme ich mal lieber zu einem Schluss und dann "weg" damit. Schliesslich sind da ja auch noch die 223 Subscribers - welche dann per Mail endlich mal wieder auf den neuen Beitrag hingewiesen werden. Danke allen für das Interesse!

 

Bis dann

Marlies